2.000 Watt, fast 1.500 Quadratzentimeter Grillfläche und ein dezent schicke Optik, der in jeder Küche gut aussieht. Der Caso SteakChef will ein Gerät sein, das viele andere ersetzt.
Caso Design ist eine Marke aus Arnsberg, die man aus Küchen kennt, in denen ernsthaft kochen. Vakuumierer, Weinkühler, Dry-Aging-Schränke. Das Portfolio hat immer einen klaren Fokus: Keine Kompromisse bei Verarbeitung und Funktion, auch wenn der Preis nicht im Discounter-Regal landet. Mit dem SteakChef spielt Caso in der Riege der Tischgrills mit und tut das mit dem gewohnten Anspruch.
Rund 149 Euro, erhältlich direkt bei Caso oder im Fachhandel. Dafür bekommt man einen 2-in-1-Doppelkontaktgrill, der sich vollständig aufklappen und damit zur großen Tischgrillfläche verwandeln lässt. Das Konzept ist nicht neu. Die Ausführung aber hat Charakter.
Erster Eindruck: Das sieht nach mehr aus als 149 Euro

Der SteakChef kommt in einem hochwertigen Gehäuse mit Glasabdeckung – und das ist keine Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse. Der Glasdeckel gibt dem Gerät eine Anmutung, die näher an einem Profigerät liegt als an einem typischen Elektrogrill aus dem Supermarkt-Regal. Silber und Schwarz, klare Linien, keine überflüssigen Spielereien. Man stellt ihn auf die Arbeitsplatte und er sieht so aus, als gehöre er da hin.
Mit 6,2 Kilogramm ist er kein Leichtgewicht – aber das gibt ihm auch Stabilität. Nichts wackelt, nichts vibriert. Das Kabel misst 115 Zentimeter, was für die meisten Aufstellsituationen ausreichend ist, aber in größeren Küchen oder beim Einsatz auf dem Esstisch manchmal knapp werden kann.
Bedienung: Zwei Regler, kein Schnickschnack
Wer keine Lust auf Menüs, Apps und digitale Displays hat, wird den SteakChef lieben. Die Bedienung läuft über zwei klassische Drehregler – einer für die Temperatur zwischen 100 und 220 °C, einer für den Timer bis zu 30 Minuten. Dazu zwei Kontrollleuchten: Rot beim Aufheizen, Grün wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Einstecken, Temperatur wählen, warten bis die Leuchte auf Grün wechselt, loslegen. Das ist alles.
Das klingt simpel und das ist es auch. Aber simpel ist hier kein Nachteil. Gerade beim Grillen will man kochen, nicht konfigurieren. Der SteakChef lässt sich vollständig auf das Wesentliche konzentrieren.
Grilleigenschaften: Direkt ins Fleisch

Das Herzstück des SteakChef sind die integrierten Heizelemente in den Grillplatten selbst – keine externe Wärmequelle, die die Platten von unten aufheizt, sondern direkte Wärmeabgabe von der Platte. Das Ergebnis: gleichmäßige Hitzeverteilung über die gesamte Fläche, schnelles Erreichen der Betriebstemperatur und präzises Grillergebnis auch an den Rändern.
2.000 Watt sind ausreichend für alles, was auf eine Grillfläche passt. Steak, Hähnchenbrust, Gemüse, Fisch, Panini – der SteakChef macht bei keiner dieser Kategorien eine schlechte Figur. Besonders stark ist er bei Produkten, die von beiden Seiten gleichzeitig Hitze brauchen: Kontaktgegrillt in 4 bis 5 Minuten kommt ein mitteldickes Steak auf den Punkt – vorausgesetzt, man weiß, was man will, denn ein integriertes Kernthermometer gibt es nicht. Natürlich wird der Holzkohle- oder High-End-Gasgriller hier die Nase rümpfen, weil es sich hier „nur“ um einen Kontakgrill handelt. Aber wer eine kleine Küche oder einen Balkon besitzt, oder ein transportables Gerät für die Ferienwohnung sucht, der wird hier mit einem Kompromiss aus Preis, Leistung und Funktionalität glücklich.
Aufgeklappt auf 180 Grad entsteht eine großzügige Gesamtgrillfläche von rund 1.440 cm² – das sind zwei Platten nebeneinander, auf denen man problemlos mehrere Portionen gleichzeitig zubereiten kann. Für einen geselligen Abend mit vier bis sechs Personen ist das ausreichend, wenn man in Runden vorgeht.
Beschichtung: PFAS-frei und spülmaschinenfest

Caso setzt auf eine Antihaft-Keramikbeschichtung ohne PFAS – also ohne die umstrittenen Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, die in älteren Antihaftbeschichtungen enthalten sind. Das ist aus gesundheitlicher Sicht der aktuelle Standard, den man von einem modernen Küchengerät erwarten sollte. In der Praxis: Nichts bleibt hängen, solange man die Platten ordentlich vorgeheizt hat und nicht auf maximaler Hitze mit Öl arbeitet.
Die Platten lassen sich ohne Werkzeug herausnehmen und kommen in die Spülmaschine – ebenso die Fettauffangschale. Das ist der entscheidende Komfortvorteil gegenüber Geräten mit fest verbauten Platten: Nach dem Grillen keine mühsame Handarbeit mit Schwamm und Spüllappen, sondern einfach alles in die Maschine. Das klingt banal, macht im Alltag aber einen echten Unterschied.
SteakChef vs. SteakMaster Pro: Was braucht man wirklich?
Caso hat mit dem SteakMaster Pro ein teureres Geschwistermodell im Programm. Der Pro bringt ein digitales Touch-Display, ein integriertes Grillthermometer, mehr Betriebsmodi und etwas mehr Grillfläche. Wer all das braucht – und bereit ist, entsprechend mehr zu investieren – greift zum Pro. Der SteakChef ist die ehrlichere Wahl für alle, die ein solides, gut verarbeitetes Alltagsgerät suchen, ohne den Funktionsüberschuss eines Profigeräts. Kein Kernthermometer, kein digitales Menü – dafür unkompliziert, robust und schön anzusehen.
Für wen ist der Caso SteakChef?
Für alle, die regelmäßig zu Hause grillen wollen – ohne Kohle, ohne Terrassenpflicht, ohne stundenlange Vorbereitung. Für den Balkon, die Küche, den Esszimmertisch. Für Paare und kleine Familien, die unter der Woche schnell gute Steaks, Hähnchen oder Panini wollen – und am Wochenende den aufgeklappten Tischgrill für Gäste nutzen. Und für alle, die Wert auf Verarbeitung legen und kein Gerät wollen, das nach zwei Jahren in der Tonne landet.
Fazit: Solide, schick, empfehlenswert
Der Caso SteakChef ist kein revolutionäres Produkt. Er ist ein sehr gut gemachtes, ehrlich konzipiertes Küchengerät, das seinen Job ohne Umwege erledigt. Die PFAS-freie Keramikbeschichtung, die spülmaschinentauglichen abnehmbaren Platten, der Glasdeckel und die direkte Heizelementtechnologie in den Platten sind Details, die zeigen, dass hier jemand mit Verstand entwickelt hat.
Wer ein Kernthermometer oder digitale Programme braucht, greift zum Pro. Alle anderen: Der SteakChef ist für knapp 150 Euro eines der überzeugendsten Geräte in dieser Kategorie.
Caso SteakChef | ca. 149 € | Silber/Schwarz | caso-design.de
Caso SteakChef
Doppel-Kontaktgrill · 2-in-1 · ca. 149 €
Technische Daten
Leistung
2.000 Watt
Grillfläche
ca. 1.440 cm²
Temperatur
100 – 220 °C
Timer
bis 30 Min.
Beschichtung
Keramik, PFAS-frei
Gewicht
6,2 kg
Abmessungen
385 × 180 × 375 mm
Kabel
115 cm
Wertung im Detail
Pro & Contra
Pro
- 2-in-1: Kontaktgrill und Tischgrill
- 2.000 W mit integrierten Heizelementen
- Großzügige 1.440 cm² Grillfläche
- PFAS-freie Keramikbeschichtung
- Spülmaschinengeeignete Platten
- Edles Glasdeckel-Design
- Timer + Temperatur per Drehregler
Contra
- Kein integriertes Kernthermometer
- Kein digitales Display
- 6,2 kg – nicht gerade leicht
- Nur eine Plattenform (gerillt)

